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REZEPT ZWIEBELKUCHEN MIT WEINEMPFEHLUNG

Nach der arbeitsreichen Weinlese bricht für uns Winzer eine etwas ruhigere Zeit an. Wir nutzen diese Phase, um uns wieder öfter mit Freunden und der Familie zu treffen. Bei diesen Treffen dürfen besonders im Herbst typisch rheinhessische Speisen wie hausgemachter Zwiebelkuchen oder Spundekäse nicht fehlen. Nicht zwingend muss es bei uns "Weltküche" sein, gerne bleibe ich regional, besonders im Herbst, wenn es im Weingut nach neuem Wein duftet. Dann rufen die Gene in uns Ur-Rheinhessen nach Zwiebelkuchen.


Daher möchte ich hier gerne mein Zwiebelkuchen-Rezept mit Ihnen teilen. Es hat sich, wie so oft, aus verschiedenen Familienrezepten und eigenen Ideen entwickelt und seit Jahren bewährt. Zum Zwiebelkuchen muss es nicht zwingend Federweißer, also neuen Wein, geben. Daher empfehle ich Ihnen zwei Weine, besonders gut zum Zwiebelkuchen passen und ihn definitiv aufwerten.


Übrigens: Wer mit Hefeteig auf dem Kriegsfuß steht, kann auch fertigen Pizzateig, etwas dicker ausgerollt, verwenden. Es ist zwar nicht ganz das Gleiche, aber auch sehr lecker.




Wir beginnen mit dem Hefeteig. Planen Sie ausreichend Zeit dafür ein. Er sollte langsam gehen und somit besonders fluffig werden. Ich verwende Trockenhefe und spare mir damit den Vorteig. Das Ergebnis ist aus meiner Sicht im Vergleich zur Frischhefe gleichwertig. Aber entscheiden Sie selbst.


Sie können ein Handrührgerät oder eine Küchenmaschine verwenden. Auch die Teigfunktion des Thermomix liefert gute Ergebnisse. Ich persönlich bevorzuge für Hefeteig meine treue Kitchen Aid.


Tipp: Sie können den Zwiebelkuchen für ca. 25 Minuten vorbacken und bei 160 Grad Celsius für ca. 10 Minuten fertigbacken. Dann bleibt es entspannt, auch wenn Sie Gäste erwarten.


Hefeteig (alternativ können Sie fertigen Pizzateig verwenden)

500g Mehl

1 Päckchen Trockenhefe

Mischung aus 250 ml Milch, 100 g Butter und 1 TL Salz, lauwarm, die Butter in der Milch geschmolzen


Zubereitung Hefeteig

Das Mehl mit der Trockenhefe mischen. Langsam die lauwarme Milch-Butter-Salz-Mischung einfließen lassen und ca. 6 Minuten verkneten (Geräteauswahl s. oben).

Eine Porzellan- oder Steingutschüssel mit warmem Wasser füllen. Das Wasser ausgießen, wenn die Schüssel etwas Temperatur angenommen hat. Abtrocknen.

Den Teig nochmal kurz mit bemehlten Händen durchkneten.

In die angewärmte Schüssel geben, mit einem sauberen Handtuch abdecken und ca. 1 Stunde an einer warmen Stelle in der Küche oder sonstwo gehen lassen bis sich der Teigumfang deutlich vergrößert hat. Schauen Sie nicht zu oft nach, da mit jedem Nachschauen kältere Umgebungsluft an den Teig gelangt. Denn ein Hefeteig braucht drei Dinge: Stabilität, Stabilität und Stabilität. Wenn man mit einem Winzer verheiratet ist, hat man den ultimativen Ratgeber in Sachen Hefe im Haus!


Tipp: Während der Teig geht, können Sie Belag und Topping vorbereiten.


Nach dem Gehen des Teigs diesen nochmal kurz mit der Hand durchkneten und ca. 3mm dick auf die Größe Ihres Backblechs ausrollen. Das Backblech vorher mit etwas Öl dünn einpinseln. Je nach Größe des Blechs kann es einen Teigrest geben.


Belag

450g Zwiebeln schälen und ganz fein hobeln (Hobel, Küchenmaschine).

200g Katenschinken ohne Fett in einer Pfanne langsam andünsten.

Beides in der Pfanne mischen und auf dem ausgerollten Teig verteilen.


Weitere 20 Minuten abgedeckt gehen lassen.


Den Backofen auf 200 Grad Cel. (Ober-/Unterhitze) vorheizen.


Topping

350g Crème fraiche

1,5 TL Steinsalz

1/2 TL gemahlener Kümmel

1 Ei

Pfeffer


Alle Zutaten verrühren und mit Pfeffer pikant abschmecken.


Das Topping über dem Zwiebelkuchen verteilen und auf der 2. Schiene von oben ca. 30 Minuten backen. Ein wenig abkühlen lassen, dann in Stücke schneiden.


Dazu passt natürlich Federweißer. Aber auch RIESLING feinherb oder PINOT BRUT Sekt schmecken wunderbar dazu. Federweißer erhalten Sie bei uns nicht, aber Riesling und Sekt gibt´s bei uns.




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